Brautmode

Ein Traum in Weiß

Kaum zu glauben aber wahr: Bis ins 19. Jahrhundert heirateten die Frauen nicht in einem weißen, sondern in einem schwarzen oder roten (Trachten-)Kleid. Dieses Kleid wurde ebenfalls zu anderen festlichen Anlässen getragen. Die Heirat in Weiß setzte sich erst im Laufe der Zeit im Zuge einer Nachahmung adeliger Mode durch. Und: Anstelle des Schleiers trugen die Bräute eine so genannte Brautkrone auf dem Kopf. Heutzutage entscheiden sich die meisten Frauen für ein weißes Brautkleid - allerdings wird der Schleier in vielen Fällen ganz weggelassen oder durch anderen, ebenfalls eleganten Haarschmuck oder einen Hut ersetzt. Auch in punkto einer rein standesamtlichen Hochzeit wählen immer mehr Bräute - statt einfachem Festtagskleid oder Kostüm - ein weißes Kleid. Doch gleich, wie sie sich entscheidet: Zahlreiche Brautbekleidungsfachgeschäfte stehen der künftigen Ehefrau mit Rat und Tat für einen unschlagbaren Auftritt an ihrem „schönsten Tag“ zur Seite. Denn: Wer an seinem Ehrentag alle Blicke auf sich ziehen möchte, muss schließlich auch perfekt gekleidet sein! So kommt selbstverständlich auch die Brautmode mit saisonal wechselnden Trends daher. Brautkleider sind in unzähligen, verschiedenen Ausführungen und Stilrichtungen erhältlich: lang, kurz, eng anliegend oder mit Reifrock und Schleppe, champagner-, pastell- oder cremefarben, mal verspielt mit kleinen Rüschen, mal elegant mit zarten Stickereien, dezenten Blümchen oder kostbaren Perlen. Soll es ein Kleid im Sissi-Stil sein oder doch lieber etwas Ausgefallenes in eher ungewöhnlicheren Farben? Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und auch die Auswahl an Stoffen ist wohl ebenso groß, wie die an Schnitten und reicht von zarter Spitze bis zu glänzenden Satin. Je nach individuellem Geschmack muss es nicht immer ein Brautkleid im klassischen Sinne sein. Es spricht nichts dagegen, zur Hochzeit normale Straßenkleidung wie ein elegantes Sommerkleid, ein klassisches Kostüm oder einen modischen Hosenanzug zu tragen. Das perfekte Hochzeitsoutfit sollte in erster Linie den Typ der Braut unterstreichen und vor allem muss sie sich darin wohl fühlen. In letzter Zeit findet man immer häufiger Brautpaare, die gemeinsam das Brautkleid aussuchen. Wer also seinem Liebsten am Hochzeitstag keine böse Überraschung bereiten will, weil der Stil des Hochzeitskleides gar nicht seinen Geschmack findet, der zieht am Besten gemeinsam los. Außerdem sollte man sich rechtzeitig vor dem Heiratstermin auf die Suche nach einem geeigneten Kleid begeben, da immer davon ausgegangen werden muss, dass das Wunschkleid erst noch in der richtigen Größe bestellt oder unter Umständen geändert werden muss. Ein Bräutigam zum Verlieben … Das Outfit des Bräutigams sollte aufgrund des harmonischen Gesamtbildes stets farblich auf das Brautkleid abgestimmt werden. Im Vergleich zur Braut darf er auf keinen Fall overdressed sein, ebenso peinlich ist aber, wenn er im Straßenanzug erscheint und sie ein königliches Brautkleid mit meterlanger Schleppe trägt. Ebenfalls zu beachten: Rahmen und Größe der Hochzeitsfeierlichkeiten. Am Besten begleitet sie ihn bei der Auswahl des Anzuges, denn wie soll er wissen, wie ihr Kleid aussieht, wenn er es doch erst bei der Hochzeit sehen darf?

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