Weltweit


Weihnachten in Ägypten

Weihnachtszeit - Fastenzeit

Augrund unterschiedlicher Zeitrechnungen in Islam und Christentum feiern die ägyptischen Christen - eine Minderheit - erst am 7. Januar die Geburt Jesu. In der Regel wird die letzten sechs Wochen vor dem Heiligen Abend gefastet - im Gegensatz zu vielen anderen Nationen, in denen während der Weihnachtszeit das genaue Gegenteil der Fall ist. Ägyptische Christen ernähren sich in der Weihnachtszeit tagsüber rein vegetarisch und nehmen erst um Mitternacht tierische Produkte zu sich. Passend zum Christfest erhalten die Kinder neue, dem Anlass angemessene Kleidung.


Weihnachten in Kanada

Winterfestivals und Traditionelles

Der große Einfluss der Vereinigten Staaten macht sich in Kanada stark bemerkbar - zumindest, wenn man sich die Bräuche rund um das so genannte Fest der Liebe einmal genauer betrachtet. So unterscheidet sich das Weihnachtsfest in den meisten kanadischen Haushalten nur geringfügig von amerikanischen Gepflogenheiten - ganz abgesehen von vielen Einwandererfamilien, die größtenteils Bräuche aus ihren Herkunftsländern pflegen und durch die vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte im Prinzip beibehalten haben. Ganz im Gegensatz dazu veranstalten die Eskimos in manchen Provinzen fröhliche Winterfestivals mit Präsenten, Tanz und Gesang. An die Kolonialzeit erinnert dagegen ein Brauch in Neuschottland. Dort singt die Bevölkerung zu Weihnachten immer noch die gleichen Lieder, die ihre Vorfahren vor 200 Jahren aus dem schottischen Hochland mitgebracht haben. Bei der Carolship Parade in Vancouver gleiten lichter geschmückte Schiffe übers Wasser. Einen unvergleichlichen Anblick bieten zu Weihnachten die Niagara-Fälle in Ontario, wenn sich das Licht von Tausenden Lampen in den tosenden Wassermassen bricht.


Weihnachten in Spanien

Feliz Navidad!

Im Gegensatz zu vielen anderen christlich geprägten Kulturkreisen gibt es auf der iberischen Halbinsel keinen Adventskranz und somit keine Kerzen, die nach und nach an den vier Adventsonntagen illuminiert werden und der vorweihnachtlich geschmückten Wohnung ein gemütliches Ambiente verleihen. Allerdings kann man dem vorweihnachtlichen Trubel auch in Spanien nicht entrinnen. Die Geschäfte und Flaniermeilen sind bunt geschmückt und an allen Ecken klingen beliebte, fröhliche Weihnachtslieder (wie beispielsweise "Feliz Navidad") in den Ohren und auch ihre eigenen vier Wände schmücken die Spanier mit Krippen und allerlei anderen schönen Dingen. Die Weihnachtszeit dauert in Spanien bis zum Dreikönigstag, an dem die Kinder morgens die während der Nacht von Kaspar, Balthasar und Melchior gebrachten Geschenke öffnen dürfen. Unbestrittener Höhepunkt für alle Kinder sind die kleinen Paraden, in denen die Gesandten aus dem Morgenland am Vortag, dem 5. Januar, begleitet von einem bunten Treiben und süßen Präsenten ihr Ankommen symbolisieren. Viele spanische Familien besitzen heutzutage - entgegen der Tradition - einen Weihnachtsbaum, so dass sich manch ein Kind glücklich schätzen kann, gleich zweimal beschert zu werden, nämlich am Heiligen Abend und am Dreikönigstag.


Weihnachten auf den Philippinen

Geschenke von Oma und Opa

Die Weihnachtszeit dauert von Mitte Dezember bis zum ersten Sonntag im neuen Jahr. Das eigentliche Weihnachtsfest beginnt am 25. Dezember im Rahmen einer Mitternachtsmesse mit anschließendem Festschmaus. Besonderheit: Die Kinder werden ausschließlich von ihren Großeltern beschenkt.


Weihnachten in China

Kitsch und Glamour

Chinesen lieben das Fest der Feste - obwohl nur zwei Prozent der Bevölkerung Christen sind und Weihnachten gesetzlich gar nicht vorgesehen ist. Die Popularität der Weihnachtsmesse ist in den vergangenen Jahren sehr groß geworden, und obwohl die meisten Kirchenbesucher nur aus Neugierde kommen, hoffen die Pfarrer, dass dies ein positiver Trend ist, um das Christentum in China zu etablieren. Öffentliche Plätze, Haupteinkaufsstraßen, Hotels und Geschäfte sind mit Lichterketten, echten und künstlichen Tannenbäumen dekoriert. Manchmal schweben Riesenballons in Form eines Weihnachtsmannes über die großen Einkaufszentren. In Geschäften sind die Verkäufer als Weihnachtsmänner verkleidet, und in Gasstätten tragen die Bedienungen Weihnachtsmann-Mützen.
Der Weihnachtsmann wird "Dun Che Lao Ren" genannt und steckt die Geschenke in von den Kindern aufgehängte Socken. Am 31. Dezember zu Mitternacht wird das Glockenschlagen zum Neujahr (landesweit) gefeiert. In den berühmten Tempeln werden zum Jahreswechsel Glocken geschlagen, womit heute wie früher der Wunsch nach Harmonie für das kommende Jahr zum Ausdruck gebracht wird.


Weihnachten in Grönland

Schnuller für den Weihnachtsmann

Hier lebt der Weihnachtsmann in einer unterirdischen Höhle mitten im Eis. Wer daran zweifelt, braucht ihm nur seinen Wunschzettel zu schicken. Anschrift: Julianehaab, Grönland. Die Post weiß dann schon Bescheid. Geschenke nimmt der Weihnachtsmann auch gerne an, am liebsten sind ihm von Kindern geschickte Schnuller, die ausgedient haben. Die Kleinen beweisen ihm damit, dass sie den Babyschuhen entschlüpft sind. Der Weihnachtsmann hebt sie in einer großen Glocke auf. Zu besichtigen im Postamt von Julianehaab.


Weihnachten in Indien

Beleuchtete Palmen

Die christlichen Inder haben ihre heimischen Bräuche mit denen anderer Länder vermischt. Als Weihnachtsbaum verwenden sie Bananenstauden oder Mangobäume. In Goa werden die Stämme der Palmen mit Lichterketten verziert Auch die Häuser schmücken sie mit Mangoblättern. Weihnachten wird bunt und farbenfroh gefeiert. In manchen Teilen Indiens werden kleine tönerne Öllämpchen als Weihnachtsdekoration verwendet. Man stellt sie nebeneinander auf den Rand der flachen Dächer oder auf die Mauern, die die Häuser umgeben. Das Weihnachtsfest wird begleitet mit Musik und Tanzvorführungen. Für die Weihnachtsmesse werden die Kirchen in Indien mit leuchtendrotem Poinsettias und brennenden Kerzen geschmückt.


Weihnachten in Japan

Hauptsache bunt

In Japan gibt es nicht sehr viele Kinder, die im christlichen Glauben aufwachsen, aber die Japaner haben viele Weihnachtsbräuche aus den Vereinigten Staaten übernommen. Die Kinder, auch aus nichtchristlichen Familien, singen Weihnachtslieder, schreiben Weihnachtskarten und freuen sich darüber, dass sie Geschenke bekommen und auch welche machen können. Der japanische Weihnachtskuchen ist aus Biskuit und mit Bäumen, Blumen und einem Weihnachtsbaum aus weicher Glasur geschmückt.


Weihnachten in Kenia

Kinder reinigen das Haus

Lustig gefeiert wird an Weihnachten in Kenia im Kreis der Familie. Am Heiligen Abend trifft man sich zu einem großen Festmahl. Danach haben die Kinder zu tun: Sie müssen das Haus reinigen, dekorieren und das Essen für den nächsten Tag vorbereiten. Am Morgen des 25. Dezembers wird eine Ziege geschlachtet, deren Fleisch in der Familie verteilt wird. Danach geht man von Haus zu Haus, um überall fröhliche Weihnachten zu wünschen und Geschenke auszutauschen. Zum Ausklang des Festes wird bis in den Morgen ausgelassen getanzt.


Weihnachten in Kolumbien

Waldwanderung

In Kolumbien beginnen am 14. Dezember die Weihnachtsfeierlichkeiten. Die ganze Familie wandert mit Freunden in den Wald, um Moos für die Krippe zu sammeln, die an diesem Tag schon aufgestellt wird. Bei Anbruch der Dunkelheit wird zu Hause zusammen gebetet, dann gefeiert, musiziert und Weihnachtslieder werden gesungen. Die Feier hat um Mitternacht ein Ende, wiederholt sich an jedem Tag bis zum Heiligen Abend. An diesem wird nach der Mitternachtsmesse mit Feuerwerk, Tanz auf der Straße und gutem Essen und Trinken gefeiert. Beschenkt werden nur die Kinder, und zwar mit Kleinigkeiten und Süßigkeiten, die die Erwachsenen in der Nacht unter den Betten der Kinder verstecken, so dass diese sie am Morgen des 25. suchen können.


Weihnachten in Mexico

Symbolische Herbergssuche

In der Zeit vor dem spanischen Eroberer Cortez (1488-1547) feierten die Mexikaner in der Winterzeit die Ankunft des Gottes Huitzilopochtli. Augustinermönche tauschten Huitzilopochtli kategorisch gegen
Maria, Joseph und die Geburt des Jesuskindes aus. Seitdem findet jedes Jahr vom 16. bis 24. Dezember die symbolische Herbergssuche (Posada) statt. In phantasievolle Gewänder gehüllt,
singen die christlichen Wanderer alte traditionelle Verse. Ist das Ziel erreicht, feiert man ausgelassen. Mit Feuerwerk und der Pinata einem kunstvoll dekorierten Tongefäß, das mit Früchten und Süßigkeiten gefüllt nach der Posada geleert und mit verbundenen Augen zerschlagen wird. Die Pinata war ursprünglich sternförmig mit sieben Spitzen. Jede dieser Spitzen symbolisierte eine der sieben Todsünden.


 
 
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